Freitag, 28. März 2014

Vergänglichkeit_365 Tage als Lebenszyklus


Der Frühling ist eben erst da,
die ersten Blümchen sind schon fast verblüht.
Das ist so ein Moment,
der einen zum Denken anregen sollte.

Eigentlich ist ein Menschenleben nur so lang wie ein Jahr auf der Welt.

Ich möchte es einmal verdeutlichen,
wie ich das mit meinen Gedanken erfasse.

Im Frühling wird man geboren.
Im Sommer geht man zur Schule und später arbeiten.
Im Herbst wartet man auf seine Rente.
Im Winter wartet man auf seinen Tod.

Es geht alles viel zu schnell.

Man hat eigentlich nie richtig gelebt,
man wird verlebt.

Es gibt bei diesen Gedanken keinerlei Unterschied zwischen arm und reich.

Familie, Umfeld, Freunde, auch Geld -
beeinflussen zwar den Lebensweg,
trotzdem steht man selber vor den eigenen Entscheidungen.

Man hat die Wahl,
wohin man eigentlich gehen möchte.

meine Gedanken:

Die Laterne des Lebens

Ich stehe alleine in dunklen und engen Gassen
mit meiner kleinen Laterne.

Viele Wege kreuzen sich.
Wohin soll ich mich bloß wenden ?

Ich leuchte ein wenig nach vorne,
leuchte zurück, nach links und nach rechts.

Alles sieht gleich aus.

Irgendwann benutze ich diesen einen warmen Weg, 
für den ich mich entschieden habe.

Ob dieser gut war,
weiß ich erst,
kurz vor dem Winter

... der eigene Tod

© Archimeda1




Das Pflänzchen ist im Frühling bereits fast verblüht,
weil es zu warm war -
ohne richtig gelebt zu haben.


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Kommentare:

  1. Es war nicht nur zu warm, sondern auch mehr als zu trocken.
    Somit verändert sich der Lebenszyklus in der Natur sehr drastisch.
    Die Wege die wir uns aussuchen werden immer mysteriöser. Keine Sicherheiten mehr.

    BG

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    1. Sicherheiten gibt es nicht im Leben,

      Wenn man nichts gießt verdörrt alles, da brauch man auch kein Laternchen mehr,
      sondern einen Scheinwerfer >.<

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  2. Guten Abend Uli,

    welch trübsinnigen Gedanken plagen Dich da? Das Schneeglöckchen ist nicht gestorben, es schläft jetzt und im nächsten Jahr wird es wieder erblühen. Und in der Zwischenzeit vermehrt es sich auch noch.

    Die Menschen haben es da etwas schwieriger mit ihrem Leben. Sie werden von anderen Menschen getrieben und gegängelt, zumindest die Armen dieser Welt. Die Antreiber sind Reiche und Mächtige. Den Mächtigen geben wir selbst dann auch die Macht, uns zu unterdrücken.

    Ich sehe es ein kleines bißchen anders als Du.

    Geboren wird man im Winter, im Frühling geht man dann zur Schule und erlernt einen Beruf. Im Sommer malocht man sehr lange, bis dann endlich der befreiende Herbst kommt, wo man seine Rente oder die Lorbeeren seines Lebens genießen kann. Leider wird das auch immer schwieriger bei diesem Personal. Der Winter ist dann der Abschluss des Lebens, der Platz macht für neues Leben, das auch im Winter geboren wird.

    Die Wege, die wir im Leben gegangen sind, erweisen sich tatsächlich erst im Winter als richtig oder falsch. Wie auch immer, zu ändern ist dann nichts mehr. Der Körper stirbt aber die Seele lebt weiter.

    Euch einen wunderschönen Samstag!

    Liebe Grüße, Kathy

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    1. Guten Abend Kathy

      Deine Sichtweise finde ich faszinierend.
      Ich werde mal deinen Standpunkt überdenken.

      Wenn du Recht hast,
      und wir im Winter geboren sind und dann auch sterben,
      sind wir wieder am Anfang,
      nicht am Ende.
      Natürlich wird man wieder geboren -
      solange,
      bis man zur Spitze der Pyramide aufsteigen darf.
      Ein ewiges lernen, bis zum Licht, bzw zur Erfüllung des Menschseins.

      Danke
      lg Uli


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    2. Guten Abend Uli,

      es freut mich, dass ich Dich zum Überdenken Deines Standpunktes angeregt habe.

      Ich bin der gleichen Meinung wie Du. Mir ist es schon passiert, dass ich irgendwo in Italien und ich wusste, wenn ich um die Ecke gehe wird da ein Brunnen stehen. Tatsächlich war es so und ich konnte es eigentlich nicht wissen. Es war ein kleines Dorf in Italien, wo ich vorher niemals war und auch kein Bild davon gesehen habe. Ich wusste es wohl aus einem vorherigen Leben.

      Liebe Grüße, Kathy

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    3. Hallo Kathy
      Ja, so etwas gibt es. Vielen Menschen ergeht es ähnlich, möchten aber nicht darüber sprechen.

      lg Uli

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