Donnerstag, 9. Mai 2013

Fleischfresser / Sarracenia alata Teil 3

Guten Abend

Vorbericht


Nachdem die Blüte ausgereift war, habe ich mit einem weichen Pinsel den Samen geerntet.

Er kam in ein kleines Schraubdeckelglas an ein Sonnenfenster zum trocknen.
Nach ca 2 Tagen habe ich das Glas geschlossen.
Es bildete sich ein feiner gelblicher Staub,
und ich hoffe, dass es Samen ist.




Nun musste ich noch Nahrung zur Anzucht besorgen.
Es gibt auf dem Friedhof ein Holzdach, an dem Moos wächst.
Wenn es regnet fällt schon mal etwas herunter.



Ich habe dieses Moos abgepflückt und in dem großen Unter-Teller gegeben, indem meine  Sarracenia alata bereits gut wächst.

Das Moos hat sich nach ca eine Woche mit den Nährstoffen vollgesogen, riecht ein wenig stark verfault.
Ich habe es ein wenig abtropen lassen, damit es nicht zu nass ist.



Ich bin der Ansicht, dass es ausreicht um den Samen anzusetzen.

In einer kleinen, durchsichtigen Plastikbox,
eine Kaufschachtel für Grillen,
habe ich ihn ausgesäht.





Ich habe den Deckel aufgesetzt
und warte was passiert.


meine Gedanken :

[ Carl Hilty ]

Achte auf das Kleine in der Welt,
das macht das Leben reicher und zufriedener.


lg Archi

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Kommentare:

  1. Das Moos auf dem Dach sieht richtig klasse aus. Leider ist es so dick/schwer, das wenn es regnet, sich Teile lösen und herrunterrutschen.
    Deshalb sollte man bei Regen den Rand des Daches meiden.

    Apropos fleischfressende Pflanzen.
    Demnächst gibt es Bilder von der Fortpflanzung von Dionaea muscipula.


    BG

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    1. Deine Venus-Fliegenfalle musst du erst mal füttern.
      Es sind meine Fliegen, die in der Wohnung sind - für meine Pflanze ^^
      Verhandlungsbasis ...

      *fg

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  2. Da brauch ich nur den Fliegenstreifen entfernen und schon haben wir genug Fligen von den Nachbarn für die Pflanzen.

    Beschwerd dich also nicht *gfG*

    BG

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    1. Die bleiben.
      Nämlich darum, weil ich beim arbeiten sprechen muss, ohne Fliegen von deinen Nachbarn einzuatmen.
      Es ist eine Sauerei, dass er seinen künstlichen Ausgang in die Mülltonne wirft. Dafür gibt es eine extra Entsorgung.

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  3. Hallo Uli,
    da bin ich ja gespannt, was dabei heraus kommt. Ich wünsche Dir viel Glück und gutes Gelingen.

    Zum Glück haben wir niemanden, der seinen Müll in unsere Tonnen wirft. Das ist auch ein Vorteil eines eigenen Hauses.
    Liebe Grüße, Kathy

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    1. Guten Morgen Kathy

      Ich bin auch sehr gespannt. Im Heimatort dieser Pflanzen fallen Samen auch einfach runter. Sollte also so funktionieren, hoffe ich ^^
      lg Uli

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  4. Hallo Uli,
    ich habe mit Interesse gelesen, was Du da gemacht hast. Ist denn aus der Blüte eine Samenkapsel geworden?
    Ich bin gespannt, wann die feinen Sämlinge aufgehen. Das wäre eine neue Erfahrung. Ich wünsche Dir, dass das Experiment gelingt.
    LG Joachim

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    1. Guten Abend Joachim

      Ansich sollte man direkte Carnivoren-Erde zur Aussaat benutzen, die es natürlich sehr überteuert, in Fachgeschäften gibt.
      Das ist heller Torf, der mit angereichertem Quarzsand und Perlit vermischt wird. Torf darum, weil er sauer ist. Es darf auf keinen Fall gedüngt werden.
      Ich experimentiere schon ein Weilchem damit und meine Meinung ist, dass es wahrscheinlich falsch ist.

      Zu dem Ergebnis kam ich, weil die Pflanzen wohl lebten, aber nicht gewachsen sind.

      Vor ca einem Jahr fand ich auf einem Stein ein wenig Plattenmoos. Das ist sehr hübsch, und ich tat es auf den Wasserteller rund um die Pflanze und ein wenig auf der Erde selber.
      Schon nach kurzer Zeit hattte sie einen enormen Wachstumsschub.
      Folglich muss in diesem Moos irgendein wichtiger Nährstoff sein.
      Leider ist Plattenmoos sehr fest, da würde so ein Minisamen wohl nicht halten, zumal dort das Fenster sehr oft offen ist.
      Das weiche Moos vom Dach ist langsamer gewachsen, aber weil Erde fehlt wohl nicht sauer genug.
      Darum habe ich es im Wasserteller der Pflanze gewässert.

      Zur Samenkapsel

      Hier sind nochmal die Vorbilder

      http://ineineandrewelt.blogspot.de/2013/05/fleischfresser-sarracenia-alata-teil-2.html

      Das dritte Bild war wohl die Samenkapsel.
      Das erste Bild aus diesem Eintrag ist die Kapsel nach dem Öffnen. Darin befindet sich der Blütenstempel, der selber nochmal Kleinstinsekten anlockt. Auf dem Bodengrund befand sich bald ein Staub,
      der hoffentlich Samen ist, weil die Tierchen ja bestäubt hatten.

      Ehrlich gesagt, weiß ich nicht so recht ob es ausgebildeter Samen ist.
      Darum der Test auf weichem, angesäuertem Moos.

      Es sind Lichtkeimer, die nicht zugedeckt werden dürfen.

      Nun muss ich warten, was geschieht.
      Vielen Dank für dein Interesse.

      lg Uli

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  5. Liebe Uli,
    vielen Dank für diese ausführliche Erklärung. Auch Deine Erfahrungen mit dem Moos sind interessant. Ich habe vor Wochen seltenen Zwiebelblumen-Samen in feinkörniges Perlit in kleinen Töpfen ausgesät und in Folienbeutel mit Nährsalzlösungen gestellt. Bisher ist da nichts gekeimt.
    Ich habe das wegen dem Samen geschrieben, weil ich mir beim Anschauen Deines Fotos nicht sicher war, ob das vielleicht die Blütenpollen waren - wegen der gelben Färbung. Na, wir warten es ab.
    LG Joachim

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    1. Hallo Joachim,
      es gibt noch eine andere " Beule" an dem Blütenrest, der sich auch zu einer Samenkapsel ausbilden könnte. BG macht später noch Bilder.
      lg Uli

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    2. guten Morgen Joachim,
      ich hatte noch ganz vergessen zu schreiben, dass du mit Zwiebeln experimentierst. Darf ich erfahren, welche Zwiebelblumen das sind ?
      lg Uli

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