Dienstag, 30. April 2013

Das arme Hühnchen


( ca 20 Jahre altes Bild - Urheber leider nicht mehr zu ermitteln )

Es war einmal vor langer Zeit ...
ein Hühnchen mit Namen Sara,
dass nichts so recht mit sich anfangen konnte.

Den ganzen Tag spielte es auf ihrem Gebiet.

Ein riesengroßer Stall, eine schöne Wiese als Freiheit,
das war Saras Reich.

Viele andere Hühnchen wollten Freundschaft schließen.
Sie spielten mit ihr, sprachen mit ihr, brachten ihr den letzten gefundenen Wurm.
Doch Niemand konnte erfüllen, was sich das Hühnchen wünschte.

Sie wollte einen Partner.

Sara fand bald darauf ein Hähnchen,
aber wie es so bei Hähnchen ist,
war sie erstmal nicht das einzige Hühnchen in seiner Nähe.
Dazu kam, dass Sara immer mehr vom Hähnchen forderte.

Sie forderte zu viel.

Nach vielem Gerede und Gehacke beschloß das Hähnchen seine Sara zu verlassen.
Es war zwar sein Lieblingshühnchen, er liebte sie über alles -
aber er konnte eben als Hahn nicht nur einer Henne folgen.

Sara war darüber so traurig, dass sie über ihn herzog.

Sie machte aus Wut nicht nur das Hähnchen schlecht,
sondern auch die ganzen Hühnchen, die immer für sie da waren.

Manche wollten danach gar nicht mehr mit ihr reden.

Sara suchte sich ein Schlupfloch aus ihrem schönen Reich und begab sich in ein neues Abenteuer.
Sie sagten allen, dass Hähnchen sie so schlecht behandelt hätte.
Sie hatte sich so sehr gewünscht ein Küken von ihm zu bekommen.

Weil er sie nicht mehr wollte,
hatte sie gesagt, sie wurde mißbraucht.

Ihre Gedanken wurden immer übler.

Sie wollte es allen Hähnchen gleich tun,
mit denen spielen,
wie sie dachte, dass man mit ihr gespielt hatte.

Sie baute sich ein neues großes Nest.

Sie fragte fremde Hühnchen, redete mit ihnen sehr freundlich,
überfreundlich,
nur,
um alle deren Hähnchen zu fangen.

Jeder sollte sich in sie verlieben,
damit sie ihren Schmerz erfühlen können.

Sie wollte diese Beute aus verletztem Stolz.

Manche Hähnchen waren verheiratet oder glücklich befreundet.
Sara hat das nicht gestört.

Sie hat erst die Hühnchen umschmeichelt damit diese dachten,
sie wäre nett und hilflos.
Danach hat sie die Hähnchen umgarnt, liebe Worte gesagt und deren Hühnchen verjagt.

Die Hähnchen merkten erst nach langer Zeit,
dass Sara nur eines im Sinn hatte.
Zerstörung von Freudschaften.

Nicht aus Liebe, sondern aus Rache war Sara nett.

Sie mochte es einfach nicht, dass andere in Frieden leben.
Die Moral von der Geschiche :

[ irgendwie aus der Bibel ]

...
und Hochmut kommt vor dem Fall.



Copyright -

dingsbums © Archimeda1


meine Gedanken :

 Chi dunque dialoga con chi?

*wink* eure Archi 
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Kommentare:

  1. Guten Abend Uli,

    eine Geschichte, aus dem Leben gegriffen. Tatsächlich gibt es auch solche Frauen von denen man sich fern halten sollte. Dein letzter Satz passt wie die Faust aufs Auge.^^

    Schönen Abend und einen angenehmen Maifeiertag.
    Liebe Grüße, Kathy

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    1. Hallo Kathy

      Es ist ja nur ein Märchen.

      Ich nehme mein erfundendes Märchen und esse morgen ein Hühnchen ^^
      Darauf freue ich mich besonders :-)
      lg Uli

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  2. Hallo Uli,
    wie war das Hühnchen? Knusprig, goldgelb gegrillt oder wie?

    Schönen Abend Euch Beiden!
    Liebe Grüße, Kathy

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    1. Guten Morgen Kathy
      Es brutzelt vor sich hin ^^
      lg Uli

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  3. Hallo li,
    ein tiefsinniges Hühnermärchen. Ich überlege gerade, ob Hühnchens Verhalten nur im weiblichen Geschlecht vorkommt, oder ob es nicht auch so etwas unter Männern gibt. Attraktiv sein wollen und Ich-Bezogenheit ist doch häufig anzutreffen.
    LG Joachim

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    1. Guten Abend Joachim

      Ich denke, dass diese Hühnchengeschichte eher typisch weiblich ist.

      Männer untereinander tragen wohl alles sofort aus,
      Frauen sind eher hinterlistiger, weil sie meinen, dass sie schlauer als andere sind.

      Wer es nötig hat alles mehrfach zu betonen und zu wiederholen,
      hat wenig Selbstwertgefühl.
      Es wird solange geredet bis sie sich selber schöner fühlen.

      Fast jede Frau sagt, sie könne besser mit Männern arbeiten, als mit Frauen. Sie fragen nach besserer Kleidung, besseren Körper, bessere Freunde, besseren Umkreis...

      Das sind nicht meine Empfindungen, sondern meine Erfahrungen.

      Ich persönlich rede lieber sofort aus, was mich stört.
      Ich baue keine Fangnetze, sondern freue mich, wenn es anderen besser geht.
      Neid und Mißgunst liegen mir nicht.
      Lügen hasse ich.

      Ich kann gut hören, wenn man zu mir sagt :" Ey, du bist echt bescheuert."
      Das bringt mich zum denken.
      Vielleicht sage ich:" Du auch."
      Damit ist das Thema durch. Eigentlich ist dann keiner sauer.
      Fronten geklärt.

      Was ich nicht mag ist anschmeichelnde Freundlichkeit,
      um mich nachher zu zerrreden.

      Nun sag mir bitte , wie du das als Mann empfindest.
      Ist es auch eine männliche Eigenschaft ?

      lg Uli




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