Freitag, 15. März 2013

Leuchtfeuer





Ein kleiner Stern, steht vor der Tür,
er klopft ganze leise:  

"Saget mir,
wie kann ich bloß ein Feuer werden,
das wärs, was ich doch will auf Erden.
Ich hätt so gern noch andre Sachen,
die würd ich gerne auch noch machen.
Doch leider ist die Zeit zu knapp,
ich fühle mich auch öfters schlapp."


Der Mond am Himmel fragt den Stern :
"Was hast du denn besonders gern?
Ich würd dir viel in deinem Leben
ganz Besonders gerne geben.
Dein erster Wunsch sei dir gewährt,
ein Feuer – das wär nicht verkehrt."


Der Stern, von nun an, eine Flamme,
leuchtend bunt, in vollem Stamme -

wünschte sich sofort noch mehr:
"Oh liebe Mond, komm nochmal her -
Ich würde gern viel größer sein,
fühle ich mich doch so klein.


Der Mond, erstaunt : "Es reicht dir nicht?
Höre, was ein Weiser spricht,

hab Geduld in deinem Leben,
werde dir dann Weitres geben."


Der Stern verstand sofort die Worte,
er wollte nicht die große Torte.
Er wollte nur ein kleines Stück,
er wollte nur sein bisschen Glück.


Nach ein, zwei oder andren Jahren,
flammenmäßig ohn Gebaren,
kam nochmal der Mond zur Flamme :
"Sittsam warst du, wie die Tanne,
darum werd ich  für dein Leben
dir jetzt was ganz besondres geben.


Du mein Stern , du bist ein Treuer
du bist von nun ein leuchtend Feuer.

©Archimeda1



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Kommentare:

  1. Hallo Uli,
    das ist wunderschön geschrieben. Vielen Dank dafür. Ein guter Abschluss für die Arbeitswoche!
    Euch Beiden ein tolles Wochenende!
    Liebe Grüße, Kathy

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    1. Hallo Kathy
      Danke, es freut mich, dass es dir gefällt.
      Der Sinn kam mir durch ein Mädchen, dass ich kannte. Sie bekam nie genug, egal was sie besaß. Sie war immer unzufrieden, ihre Wünsche waren grenzenlos. Sie verbrannte an ihrer Gier.
      Der jeniger, der sie verbrennen lassen lies, war immer gutmütig.
      Eine traurige Geschichte.
      lg Uli

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    2. Hallo Conchi
      Ich arbeite schon lange an meiner Domäin, aber auch nur offline. Sie gefällt mir nicht so richtig, viel zu unübersichtlich. Mal sehen, wer eher fertig wird :-)
      lg Uli

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  2. Ein schönes Gedicht, liebe Uli! Ich sage mal nichts zu dem tiefen Sinn, sondern ich versuche mich mal astrophysikalisch: Aus dem Stern wurde eine Supernova. So heißt doch wohl der Riesenstern?
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.
    LG Joachim

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    1. Hallo Joachim,
      eine Supernova ist vollkommen richtig. Wie ich eben bei Kathy schon geantwortet hatte;
      es war eine sehr unersättliche, sehr junge Dame.
      Ihr Frieden ist nun auf einer anderen Dimension.
      Jeder bekommt, was er verdient, bei manchen dauert es nur ein wenig länger.
      lg Uli

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