Donnerstag, 27. September 2012

Hamster-Sorgen

Man war das eine Nacht

Erst bin ich so spät ins Bett gekommen,
dann konnte ich nicht einheiern.

Gegen 4 Uhr war erst ein Getrappel im Schlafzimmer,
dann ein Geraschel.

Oje

Ein Hamster war also mal wieder ausgebüxt,
war nur noch die Frage, wer und wo.

Gut, Schlafzimmer war sicher als Raum definiert.
Hamster gehen nämlich grundsätzlich in die Schlafräume ihrer Halter,
denn sie suchen den Geruch und die Nähe.
Vorausgesetzt, dass man immer gut mit ihnen umgeht.

Den letzten Fellball habe ich in meinem Kleiderschrank gefunden,
da hat er sich ein Nest aus meinen Kuschelsocken gebastelt.
Also überall Licht an und gesucht.

BG ist derzeit die Räume durch gegangen,
um zu sehen, welches Tierchen der Meinung war eine Nachtwanderung zu gestalten.
Er wurde auch schnell fündig.
Es war Angel, ein Baby-Weibchen aus dem letzten Wurf.

Ich habe nach Gehör gesucht und vermutete das Fellbällchen an einer Stelle,
an der man überhaupt nicht ran kommt.
Wo auch sonst ...

BG hatte dann erst den Bügeltisch, Staubsauger, Sonnenbank, Riesenkopierer und schließlich den Schrank vorziehen müssen,
auf dem aller unnötigen Elektrokram,
wie Fernseher, Reciever, und was dazu gehört drauf stand.
Ich hab Sachen gefunden,
die längst alle verschollen waren.

Zig CD´s hat er verstellt, um dann festzustellen, dass er mit seiner Größe nicht in diese Ecke passt.
Also habe ich mich gegen halb 5 auf den Boden gelegt und mit einem Staubwedel das Tierchen nach vorne geholt.

Angel war schon reichlich kalt,
darum wurde es erst einmal im Bett warmbekuschelt
und dabei bekam sie etwas leckeres.




Von 8-17 Uhr habe ich heute gearbeitet, bin dann zum Einkaufen,
Schach und nun fix und alle.

Morgen beginne ich dann um 11 Uhr,
ich müsste dringend mal ausschlafen.


Das wird wohl noch nicht möglich sein.

Leider haben wir noch die todkranke Sternilein.
Sie wird wohl noch heute sterben.
Sie und wir haben alles getan,
was uns möglich war,
aber Abszesse bei einem Hamster ist eine sehr üble Sache.
Hase Goethi hat sich gestern schon von ihr verabschiedet.
Er ist zu ihrem Käfig gehoppelt,
war da fast eine halbe Stunde und hat dann mit seinem Köpfchen die Gitterstäbe markiert.
Es war sein Abschied und Trost für sie- kluges Häschen. 
Wiedermal ein Beweis, dass Tiere untereinander auch kommunizieren.

Wir werden Sternilein
alle gemeinsam in den Hamster-Himmel hinüber führen.
Dann hat ihr Leiden ein Ende und sie ist wieder glücklich.


Ich wünsche euch eine schöne Nacht

mit diesen Gedanken :

[ von Leonardo Da Vinci ]

Die Mitteilungsmöglichkeit des Menschen ist gewaltig,
doch das meiste, was er sagt, ist hohl und falsch.

Die Sprache der Tiere ist begrenzt,
aber was sie damit zum Ausdruck bringen,
ist wichtig und nützlich.

Jede kleine Ehrlichkeit ist besser, als eine große Lüge.



lg Archi

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Kommentare:

  1. Guten Morgen Uli,
    ist das ein süßes Hamsterkind, das muß man ja lieben!
    Ich kann mir gut vorstellen, wie ihr da dirch die Wohnung gewirbelt seid. Ich hatte mal ein ähnliches Erlebnis mit einem Vogel.

    Abschied nehmen ist immer schwer auch bei Tieren. Tiere scheinen menschlicher zu sein als Menschen. Armes Sternilein aber vielleicht ist es besser, es wird erlöst.

    Liebe Grüße, Kathy

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  2. Hallo Kathy
    Sie hat es überstanden.
    lg Uli

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  3. Hu hu Uli,
    das freut mich sehr. Du bist doch die Größte! Dank Deiner Liebe und Pflege hat Sternilein es überstanden. Einfach schön!
    Wünsche Euch ein tolles Wochenende!
    Liebe Grüße, Kathy

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    1. Hallo Kathy,
      mit >überstanden< meinte ich, dass sie die Welt nun hinter sich hat.
      lg Uli

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