Mittwoch, 1. Juni 2011

EHEC-Bakterien / was stimmt denn nun ?

.... über die aktuelle Tagespresse seid Ihr alle bereits über die Gefahren informiert, die von dem EHEC-Bakterium“ ausgeht.
Auch wenn in NRW die bekannten Erkrankungsfälle überschaubar scheinen, bedarf es einer gewissen Vorsicht mit dem Umgang von akut auftretenden Durchfall-Erkrankungen, die auch ganz ‚normal‘ entstehen können, wie z. B.
durch Lebensmittelunverträglichkeiten, dem nicht so gefährlichen Novo-Virus oder sonstigem.
Wir haben Euch einmal aktuell die wichtigsten Fakten und Tipps zusammengestellt :
|------------------------------------------------------------------------------------|
|  EHEC -->
Enterohämorrhagische Escherichia coli                                        |
|------------------------------------------------------------------------------------|
2
B·A·D Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik GmbH, Zentrum Düsseldorf, Frachtstraße 10,
40474 Düsseldorf , Tel. 0211/51 61 60-0, Fax 0211/51 61 60-17 EHEC Enterohämorrhagische Escherichia coli
Erreger:
Die  Erkrankung  wird  durch  EHEC-Bakterien hervorgerufen, die in der Lage sind, bestimmte Giftstoffe (sogenannte Shigatoxine) zu bilden.
Übertragung:
Hauptsächlich   durch  Verzehr  von  Lebensmitteln,  die  mit  dem  Erreger
verunreinigt  sind, vor allem rohes und nicht ausreichend erhitztes Fleisch von  Rindern,  Schafen  und  Ziegen  sowie nicht hitzebehandelte Milch- und Rohmilchprodukte.  Eine Übertragung ist auch von Mensch zu Mensch und durch direkten  Kontakt  mit  dem  Stuhl infizierter Menschen möglich. Auch durch fäkal  verunreinigtes Trinkwasser und von Tieren auf den Menschen kann eine Übertragung erfolgen.
Zeitspanne Ansteckung bis Erkrankungsbeginn:
Meist 2 bis 10 Tage, durchschnittlich 3 4 Tage
Ansteckungsfähigkeit:
Eine   Ansteckungsfähigkeit   besteht,  solange  EHEC  Bakterien  im  Stuhl
nachgewiesen  werden.  Dieses  variiert  von  einigen Tagen bis zu mehreren Wochen.
Krankheitsbild:
Einige  Infektionen  verlaufen  ohne  Krankheitszeichen.  Die  Mehrzahl der Erkrankungen tritt als unblutiger, meist wässriger Durchfall in Erscheinung mit  Übelkeit,  Erbrechen  und Bauchschmerzen, seltener Fieber. 10 bis 20 % der  Erkrankten  entwickeln  eine  schwere Darmentzündung mit krampfartigen Bauchschmerzen, blutigem Stuhlgang und Fieber.
Gefürchtet  ist,  vor  allem  bei  Kindern,  das sogenannte HUS (Blutarmut,
Verminderung   der   Blutplättchen   und   Nierenversagen).  Diese  schwere
Komplikation  tritt  in  etwa 5 bis 10 % der Infektionen auf. Hier kann die Notwendigkeit einer Blutwäsche durch die künstliche Niere entstehen.
Behandlung:
Viel   trinken   zum  Ausgleich  der  verlorenen  Flüssigkeitsmenge,  keine
Antibiotika,  ggf.  Aufsuchen  des Hausarztes und Krankenhausbehandlung bei schwerer Verlaufsform und Auftreten von Komplikationen, z. B. HUS.
Meldepflicht:
Für  Leiter  von  Gemeinschaftseinrichtungen  wie  Schulen und Kindergärten besteht nach § 34 Abs. 6 Infektionsschutzgesetz die Pflicht, das zuständige Gesundheitsamt unverzüglich über das Auftreten zu benachrichtigen.
Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten und Schulen:
Personen, z.B. Erzieherinnen und Lehrkräfte, die an EHEC erkrankt sind oder
dessen     verdächtigt,     dürfen     in     Schulen     und     ähnlichen
Gemeinschaftseinrichtungen  keine  Lehr-,  Pflege- oder Aufsichttätigkeiten ausüben.
In  Gemeinschaftseinrichtungen Betreute (z. B. Schüler/ Kindergartenkinder)
die    an    EHEC    erkrankt   sind   oder   dessen   verdächtigt   dürfen
Schulen /Kindergärten nicht betreten.
Dies  gilt  auch  für  Personen  in deren Wohngemeinschaft (nach ärztlichem
Urteil) eine Erkrankung oder ein Verdacht auf EHEC aufgetreten ist.
Eine  Wiederzulassung  nach  Gesundung  ist  möglich, wenn drei Stuhlproben negativ sind, ein schriftliches Attest ist erforderlich.
Arbeiten in Lebensmittelbetrieben:
Personen  die  Lebensmittel  herstellen,  behandeln  oder  in  den  Verkehr bringen, dürfen wenn sie Erreger ausscheiden, nicht tätig sein.
Hygienemaßnahmen:
Häufiges,  gründliches  Händewaschen ist hier sehr hilfreich. Erkrankte und Kontaktpersonen  sollten  regelmäßig  die  Hände  mit viel Wasser und Seife waschen, möglichst ein Händedesinfektionsmittel benutzen. Alle Gegenstände, Flächen  und Sanitäranlagen, die mit infektiösen Ausscheidungen des Kranken in  Berührung  gekommen  sind,  sollten  mit  Desinfektionsmittel behandelt werden.
Vorbeugende Maßnahmen:
Nach Tierkontakten gründliches Waschen der Hände, insbesondere bei Kindern.
Rohe Lebensmittel tierischer Herkunft (Fleisch, Rohmilch, Rohwurst) sollten
vermieden   werden.   Speisen,  insbesondere  Fleisch,  sollten  immer  gut
durchgegart  sein. Waschen der Hände vor der Zubereitung von Mahlzeiten und
nach   jedem   Toilettenbesuch,   sowie  nach  Kontakt  mit  verunreinigten
Nahrungsmitteln oder Gegenständen sind sehr wichtig.
Rohes Gemüse möglichst heiß waschen.
Hinweise für Kontaktpersonen:
Bitte   setzen  Sie  sich  bei  Fragen  mit  Ihrem  Hausarzt/Kinderarzt  in
Verbindung.  Dieser entscheidet, ob weitere abklärende und/oder vorbeugende Maßnahmen oder eine Behandlung erforderlich sind!
Weitere Informationen:
Robert Koch Institut (rki.de)
Gesundheitsämter in ihrer Region
Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (mais.nrw.de)


Quellen:
   -    Bundesinstitut  für  Risikobewertung (BfR): Verbrauchertipps: Schutz
      vor  Infektionen  mit  enterohämorrhagischen  E.  coli  (EHEC). Stand
      01/2011
   -    Robert  Koch-Institut  (RKI):  Häufung des lebensbedrohlichen, durch
      Bakterien  verursachten hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS). Stand:
      24.05.2011
   -    Robert  Koch  Institut  (RKI):  RKI-Ratgeber für Ärzte. Erkrankungen
      durch Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC). Stand 11.01.2008
   -    Hinweise  für  Ärzte,  Leitungen  von Gemeinschaftseinrichtungen und
      Gesundheitsämtern   zur  Wiederzulassung  in  Schulen  und  sonstigen
      Gemeinschaftseinrichtungen Stand 07.2006

Danke für diese Mail von unsererm Betriebsrat 

euch einen schönen Abend mit diesen Gedanken :

[ Marcel Prous ]

Die Natur scheint kaum befähigt zu sein,
etwas anderes als verhältnismäßig kurze Krankheiten hervorzubringen.
Aber die Medizin hat die Kunst erworben,
sie in die Länge zu ziehen.


lg Archi
 

Kommentare:

  1. Die Frage lautet:
    Wie kommt EHEC auf eine sterile Gurke?
    Das muß man den LKW-Fahrer fragen, wie in einem geschlossenen Container jede Gurke contaminiert werden konnte ohne dass er Stunden lang jede Gurke angefaßt hat.
    Schneller geht so etwas mit einer Sprühpistole.

    AntwortenLöschen
  2. Ich könnte dir sagen, wie es passiert sein könnte ---
    aber Gurken waren es ja wohl nicht *fg*

    AntwortenLöschen
  3. ajt rüfow rebiew redo neuarf nekruG nehcuarbeg?

    :)

    *Kuss*
    Dein Bärchen

    AntwortenLöschen
  4. *malüberleg* :-)
    Chappi ist fertüsch ^^

    *kiss* Maus

    AntwortenLöschen
  5. @BG; Meine Frage wäre eher; wieso sollte eine Gurke steril sein? ;)

    AntwortenLöschen
  6. Kümstlich gezeugt unter einer Plastikverpackung, gedüngt, gewässert und geerntet unter Derselben und der Pflücker hat Gummihanschuhe an und dann sofort in ein Transportkondom aus PE. Und schon ist die Bio-Gurke Transportfertig.

    Das nenne ich steril.

    AntwortenLöschen
  7. LOL Ich hoffe, dass hast du dir ausgedacht.

    AntwortenLöschen
  8. Nein, das hat sich die Lebensmittelindustrie ausgedacht.
    Wenn mir das einer vor 20 Jahren gesagt hätte hätte ich ihn für verrückt erklärt.
    Das ist Realität.
    Wahnsinn³

    AntwortenLöschen